Dieser Abschnitt enthält einige Hinweise auf die Ursprünge des so sehr erwünschten toskanischen Bauernhauses. Die ersten Bauten von Landhäusern gehen auf die Einführung der Halbpacht während der XIII., XIV. Und XV. Jh. in die Gebiete von Florenz, Siena, Arezzo und Pistoia zurück. Die Halbpacht war eine Art von Vertrag, der die furchtbare Landführung von Seiten des Bauern gegen Bezahlung in Naturalien dem Besitzer vorsah. Das Landgut bestand aus einigen mittelgroßen Ländern, wo vor allem und außer der Weinrebe, dem Olivenbaum und den Obstbäumen, Getreide, Leguminosen bebaut wurden. Dort war auch das Vieh, wie z. B. Ochsen, Schweine und Geflügel. Im Landgut befand sich auch das so genannte Arbeiterhaus und zwar das Haus der bäuerlichen Familie mit dem Landzubehör wie der Tenne, auf der man Getreide bebaute, dem Hof, Räumen für das Geflügel und die Landwerkzeuge. Außerdem gab es den Stall, den Schweinestall und den Tauberschlag. Schließlich war es der Ofen, um das Brot zu backen, den Brunnen (selten die Zisterne), die Ölmühlen, die sich in dafür vorgesehenen Gebäude befanden. Manchmal war der Brennofen für die Trockung der Feigen und die Produktion des Kastanienmehls zu sehen. Die Lage der Räume war äußerst wichtig: im Erdgeschoss fanden sich der Stall und die Räume, im ersten Stock hingegen die Küche und die Zimmer des Landpächters. Das Bauernhaus war oft neben dem Gelegenheitswohnsitz des Besitzers, der für die Umzüge auf das Land benutzt wurde.
Das Leben des Menschen war vom Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten bestimmt und man verbrachte die meiste Zeit im Freien. Was die Möbel und die Einrichtungsgegenstände angeht, war das Bauernhaus sehr einfach. Im Mittelalter war die Feuerstelle in der Mitte der Küche gebaut; der Rauch verflüchtigte sich in die Lücken des Dachs oder durch ein Loch. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Kamin an die Mauer gebaut und mit einem Rauchfang bedeckt. In die Mauer ausgehöhlt war auch die Schrankhausgeräte; der unersetzliche Backtrog wurde von den Hausfrauen benutzt, um das Brot vorzubereiten und aufzubewahren. Das Spülbecken wurde oft unter das Fenster gestellt und bestand aus einem rechtwinklig behauten und ausgehöhlten Steinblock. Im Schlafzimmer lagen mit Mais- oder Strohblättern gefüllten Säcke auf Holzbretten oder auf Betten.
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